Das Wichtigste in Kürze

  • Operation bei Kalkschulter ist eine wirksame Option, wenn konservative Behandlungen starke Schulterschmerzen nicht lindern
  • Arthroskopische Entfernung ist der häufigste und am wenigsten invasive operative Ansatz
  • Genesung erfordert Geduld, angeleitete Rehabilitation und eine schrittweise Rückkehr zur Aktivität
  • Komplikationen sind selten und in der Regel gut behandelbar
  • Langzeitergebnisse zeigen hohe Raten an Schmerzlinderung und Patientenzufriedenheit

 

Sind Ihre Schulterschmerzen so stark, dass selbst Schlafen oder das Anheben des Arms unmöglich scheint – und nichts hilft mehr?

Wenn ja, könnte eine Operation bei Kalkschulter bereits zur Diskussion stehen. Kalkschulter betrifft bis zu 10% der Erwachsenen, am häufigsten im Alter zwischen 30 und 60 Jahren, und die Schulter ist mit Abstand das am häufigsten betroffene Gelenk. Bei einem erheblichen Teil der Patientinnen und Patienten klingen die Beschwerden trotz Physiotherapie, Injektionen oder anderer konservativer Behandlungen nicht ab, sodass eine Operation der nächste logische Schritt sein kann. (PubMed)

Eine Operation bei Kalkschulter ist ein gezielter Eingriff, der darauf abzielt, Kalkablagerungen aus den Schultersehnen zu entfernen, die anhaltende Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen.

In diesem Blog erhalten Sie eine klare, praktische Erklärung, wie eine Operation bei Kalkschulter funktioniert, wann sie notwendig wird und welche operativen Optionen es gibt. Außerdem erfahren Sie, was Sie vor und nach der Operation erwarten können, welche Risiken möglich sind, wie die Genesungszeiten aussehen und wie die langfristigen Ergebnisse sind – damit Sie mit Vertrauen entscheiden können, ob eine Operation der richtige Schritt für Sie ist.

 

Was ist eine Kalkschulter und wie betrifft sie die Schulter?

Kalkschulter ist eine Erkrankung, bei der sich Kalkablagerungen innerhalb einer Schultersehne bilden, am häufigsten in der Rotatorenmanschette. Diese Ablagerungen können Entzündungen, starke Schmerzen und eine eingeschränkte Beweglichkeit auslösen, insbesondere beim Anheben oder Drehen des Arms.

Mit der Zeit können alltägliche Aktivitäten wie Anziehen, Schlafen oder das Anheben des Arms schwierig oder unmöglich werden.

 

 

Was verursacht Kalkablagerungen in der Schultersehne?

Kalkschulter entsteht, wenn normale Sehnen-Reparaturprozesse gestört werden, wodurch sich Kalkablagerungen innerhalb der Schultersehne bilden. Mehrere Faktoren gelten als mögliche Ursachen:

 

  • Zelluläre Veränderungen in der Sehne: Bestimmte Sehnenzellen erhalten das normale Sehnengewebe nicht mehr aufrecht und beginnen stattdessen, Kalkkristalle zu produzieren.
  • Verminderte Durchblutung: Eine eingeschränkte Durchblutung innerhalb der Sehne kann die Heilung beeinträchtigen und die Kalkablagerung begünstigen.
  • Hormonelle Einflüsse: Hormonelle Veränderungen spielen vermutlich eine Rolle, was erklären könnte, warum die Erkrankung in der Lebensmitte häufiger auftritt.
  • Stoffwechselbedingte Faktoren: Eine veränderte Kalziumregulation im Körper kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich Ablagerungen bilden.
  • Wiederholte Schulterbelastung: Wiederholte Überkopfbelastung oder chronischer Stress auf die Schulter kann die Sehne im Laufe der Zeit anfälliger machen.
  • Altersbedingtes Risiko: Kalkschulter tritt am häufigsten zwischen 30 und 60 Jahren auf, wenn Anpassung und Reparatur der Sehne weniger effizient sein können.

 

Welche Symptome sprechen für eine Kalkschulter?

Kalkschulter verursacht häufig eine Kombination aus Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, die sich im Verlauf verschlimmern können. Typische Symptome sind:

  • Schulterschmerzen: Beginnen oft als dumpfer Schmerz und können bei Schüben plötzlich stechend und sehr stark werden.
  • Nachtschmerz: Die Beschwerden nehmen nachts häufig zu, sodass das Schlafen auf der betroffenen Seite schwierig wird.
  • Eingeschränkter Bewegungsumfang: Das Anheben oder Drehen des Arms kann steif, schmerzhaft oder eingeschränkt sein.
  • Schulterschwäche: Schmerzbedingte Hemmung kann dazu führen, dass sich der Arm im Alltag schwach oder instabil anfühlt.
  • Schmerzen bei kleinen Bewegungen: In fortgeschrittenen Stadien können selbst minimale oder kontrollierte Bewegungen starke Schmerzen auslösen.

 

 

Wie wird Kalkschulter diagnostiziert?

Die Diagnose beginnt typischerweise mit einer körperlichen Untersuchung, bei der Schulterbeweglichkeit und Schmerzverhalten beurteilt werden. Die Bildgebung spielt eine zentrale Rolle.

Röntgenaufnahmen können Kalkablagerungen klar darstellen, während Ultraschall hilft, Größe und Konsistenz zu beurteilen.

In manchen Fällen wird ein MRT eingesetzt, um die umliegenden Sehnen zu beurteilen und zusätzliche Schulterschäden auszuschließen.

 

Wann ist eine Operation bei Kalkschulter notwendig?

Eine Operation wird erwogen, wenn Schmerzen und funktionelle Einschränkungen trotz ausreichender nicht-operativer Behandlung fortbestehen.

Viele Fälle klingen von selbst ab oder sprechen auf Therapie an, doch bei einem Teil der Patientinnen und Patienten bleiben die Beschwerden stark einschränkend. Für diese Personen bietet eine Operation einen zuverlässigen Weg zu dauerhafter Linderung und besserer Schulterfunktion.

Trotz strukturierter konservativer Behandlung erleben etwa 10–20% der Patientinnen und Patienten weiterhin anhaltende Schmerzen und funktionelle Einschränkungen, sodass eine operative Entfernung der Kalkablagerung notwendig wird. (PubMed)

 

Welche Anzeichen deuten darauf hin, dass die konservative Behandlung nicht erfolgreich war?

Eine konservative Behandlung gilt als nicht erfolgreich, wenn die Symptome anhalten und weiterhin den Alltag beeinträchtigen, obwohl ausreichend nicht-operative Maßnahmen durchgeführt wurden. Häufige Anzeichen sind:

 

  • Anhaltende Schmerzen über mehrere Monate trotz Physiotherapie, Medikamenten, Stoßwellentherapie oder Injektionen
  • Anhaltende Nachtschmerzen, die den Schlaf stören und sich mit der Zeit nicht bessern
  • Wiederkehrende schmerzhafte Schübe mit wenigen oder keinen beschwerdefreien Phasen
  • Eingeschränkte Schulterfunktion, die Arbeit, Sport oder grundlegende Alltagsaktivitäten beeinträchtigt
  • Abnehmende Lebensqualität, bei der Schmerzen und Einschränkung den Alltag dominieren

 

Wie entscheiden Ärztinnen und Ärzte, ob eine Operation notwendig ist?

Die Entscheidung für eine Operation wird getroffen, indem klinische Befunde, Bildgebung und der bisherige Behandlungsverlauf sorgfältig zusammengeführt werden. Ärztinnen und Ärzte berücksichtigen mehrere Schlüsselfaktoren:

  • Schweregrad und Dauer der Symptome, insbesondere lang anhaltende oder zunehmende Schmerzen
  • Bildgebungsbefunde, einschließlich Größe, Dichte und Lage der Kalkablagerung
  • Zustand der umliegenden Sehnen, insbesondere der Rotatorenmanschette
  • Ansprechen auf konservative Behandlung, oder fehlende relevante Besserung
  • Gesamte Schulterfunktion und Erwartungen der Patientinnen und Patienten, damit die Operation passend und sinnvoll ist

 

Welche Operationsarten gibt es bei Kalkschulter?

Es gibt mehrere operative Techniken, wobei die arthroskopische Entfernung heute am häufigsten eingesetzt wird. Welche Methode gewählt wird, hängt von der Größe der Ablagerung, der Sehnenbeteiligung und der individuellen Anatomie ab. Das Hauptziel besteht darin, den Kalk zu entfernen, dabei gesundes Gewebe möglichst zu schonen und eine reibungslose Genesung zu unterstützen.

 

Aspekt Arthroskopische Kalkentfernung Offene Operation Naht der Rotatorenmanschette (falls erforderlich) Subakromiale Dekompression
Invasivität Minimal-invasiv Offener Schnitt Minimal-invasiv Minimal-invasiv
Hauptziel Kalk entfernen Kalk entfernen Sehnendefekt reparieren Impingement reduzieren
Typische Indikation Die meisten Patientinnen und Patienten Selten, komplexe Fälle Verbleibender Sehnendefekt Nachgewiesenes Impingement
Rotatorenmanschette Meist erhalten Direkte Darstellung Aktiv repariert Nicht direkt behandelt
Krankenhausaufenthalt Tageschirurgie Oft stationär Tageschirurgie Tageschirurgie
Genesungsgeschwindigkeit Schnell Langsam Mittel Schnell
Routinemäßig? Ja Nein Nur bei Bedarf Nur bei Indikation

 

Was ist die arthroskopische Entfernung von Kalkablagerungen?

Die Arthroskopie nutzt kleine Schnitte und eine Kamera, um das Schultergelenk zu erreichen. Spezielle Instrumente werden verwendet, um Kalkablagerungen präzise zu lokalisieren und zu entfernen.

Dieser Ansatz ermöglicht eine hervorragende Sicht, minimale Gewebeschädigung und eine schnellere Genesung im Vergleich zur offenen Operation. Die meisten Patientinnen und Patienten können noch am selben Tag nach Hause gehen.

 

Was passiert bei einer offenen Operation bei Kalkschulter?

Eine offene Operation ist heute selten notwendig und bleibt komplexen oder ungewöhnlichen Fällen vorbehalten. Dabei wird ein größerer Schnitt gesetzt, um direkten Zugang zur Sehne zu erhalten.

Obwohl wirksam, ist sie mit längeren Genesungszeiten und mehr postoperativen Beschwerden verbunden. Fortschritte in der Arthroskopie haben offene Eingriffe bei dieser Erkrankung selten gemacht.

 

Ist die Rotatorenmanschette bei der Operation immer betroffen?

Nicht immer. In vielen Fällen liegt die Kalkablagerung innerhalb der Sehne der Rotatorenmanschette, aber das Entfernen bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Sehne gerissen ist.

Wenn nach der Kalkentfernung ein Defekt verbleibt, kann die Sehne im selben Eingriff repariert werden, um die Heilung zu unterstützen und Schwäche zu vermeiden.

 

Wann wird eine subakromiale Dekompression durchgeführt?

Eine subakromiale Dekompression kann zusätzlich durchgeführt werden, wenn ein ausgeprägtes Impingement oder eine Einengung oberhalb der Rotatorenmanschette vorliegt.

Dabei werden entzündete Schleimbeutelanteile entfernt oder Knochenflächen geglättet, um Reibung zu reduzieren. Dies ist nicht bei allen Patientinnen und Patienten routinemäßig erforderlich und wird nur bei klarer Indikation durchgeführt.

 

 

Was sollten Patientinnen und Patienten vor der Operation erwarten?

Die Vorbereitung auf eine Operation bei Kalkschulter konzentriert sich auf Sicherheit, Planung und realistische Erwartungen. Präoperative Schritte stellen sicher, dass die Schulter richtig beurteilt wird und mögliche medizinische Risiken im Vorfeld berücksichtigt werden. Eine klare Vorbereitung hilft, Ängste zu reduzieren und unterstützt einen reibungsloseren Ablauf.

 

Welche Vorbereitung ist notwendig?

Eine gute Vorbereitung trägt dazu bei, dass der Eingriff sicher verläuft und die Genesung reibungsloser ist. Vor einer Operation bei Kalkschulter wird Patientinnen und Patienten in der Regel empfohlen:

  • Präoperative Bildgebung durchführen, wie Röntgen oder Ultraschall, um die Kalkablagerung exakt zu lokalisieren
  • Eine allgemeine medizinische Untersuchung zur Beurteilung der Gesundheit und Narkosefähigkeit durchführen
  • Aktuelle Medikamente überprüfen, mit Anweisungen, bestimmte Blutverdünner oder entzündungshemmende Medikamente bei Bedarf zu pausieren
  • Transport und Unterstützung organisieren, da Autofahren unmittelbar nach der Operation nicht möglich ist
  • Arbeitsausfall planen, je nach beruflicher Belastung und erwarteter Genesung
  • Sanfte Schulterbewegungen beibehalten, sofern möglich, um Steifigkeit vor der Operation zu reduzieren

 

Gibt es Risiken durch die Narkose oder bestehende Erkrankungen?

Eine Narkose ist in der Regel sehr sicher, aber Erkrankungen wie Herzkrankheiten, Diabetes oder Lungenerkrankungen werden vorab sorgfältig beurteilt.

Das Anästhesieteam passt das Vorgehen an jede Person individuell an. Die meisten Eingriffe erfolgen in Vollnarkose, manchmal kombiniert mit regionalen Nervenblockaden zur Schmerztherapie.

 

Was passiert während der Operation selbst?

Eine Operation bei Kalkschulter wird durchgeführt, um die Kalkablagerung direkt zu entfernen, die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursacht.

Der Eingriff ist meist minimal-invasiv, wird arthroskopisch über kleine Schnitte durchgeführt und zielt darauf ab, gesundes Sehnengewebe zu schonen und die Schulterfunktion wieder zu verbessern. Jeder Schritt folgt einer klaren Abfolge, um Präzision, Sicherheit und eine wirksame Schmerzlinderung zu gewährleisten.

 

Wie wird eine Operation bei Kalkschulter Schritt für Schritt durchgeführt?

  1. Narkose und Lagerung: Es wird eine Vollnarkose durchgeführt, häufig kombiniert mit einem Nervenblock. Die Schulter wird so gelagert, dass die Operateurin oder der Operateur vollen Zugang hat.
  2. Anlage kleiner Zugangsportale: Es werden kleine Schnitte gesetzt, um Kamera und Instrumente einzuführen.
  3. Inspektion der Schulter: Rotatorenmanschette und umliegende Strukturen werden untersucht, um die Lage der Kalkablagerung zu bestätigen.
  4. Lokalisation der Kalkablagerung: Sonden oder Nadeln werden verwendet, um die Ablagerung präzise zu finden und ihre Konsistenz zu beurteilen.
  5. Entfernung des Kalks: Der Kalk wird aufgebrochen und entfernt. Eine teilweise Entfernung ist oft ausreichend, um die natürliche Resorption anzustoßen.
  6. Behandlung umliegender Strukturen: Entzündetes Schleimbeutelgewebe kann entfernt werden. Ein möglicher Sehnendefekt kann im selben Eingriff repariert werden.
  7. Abschlusskontrolle und Wundverschluss: Die Schulter wird auf einen freien Bewegungsablauf überprüft und die Schnitte werden verschlossen.

 

 

Die meisten Eingriffe dauern etwa 30 bis 60 Minuten, abhängig davon, ob zusätzliche Reparaturen notwendig sind.

Welche Techniken werden zur Entfernung des Kalks verwendet?

Operateurinnen und Operateure verwenden mehrere präzise Techniken, um Kalkablagerungen zu entfernen und dabei gesundes Sehnengewebe zu schützen:

  • Lokalisierung mit Nadel oder Sonde, um die Kalkablagerung exakt zu identifizieren
  • Mechanisches Aufbrechen des Kalks mit feinen Instrumenten
  • Absaugung, um gelöstes Kalkmaterial zu entfernen
  • Spülung (Irrigation), um verbleibende Kalkpartikel auszuschwemmen
  • Teilweise Entfernung, wenn sinnvoll, sodass der Körper verbleibenden Kalk natürlich resorbieren kann

 

Werden Sehnennaht oder Bursektomie im selben Eingriff durchgeführt?

Ja, wenn nötig. Entzündetes Schleimbeutelgewebe kann entfernt werden, um Schmerzen zu reduzieren. Wenn nach der Kalkentfernung ein Sehnendefekt vorliegt, kann dieser sofort repariert werden. Die Kombination von Maßnahmen verhindert, dass später weitere Operationen nötig werden.

 

Wie verläuft die Genesung nach einer Operation bei Kalkschulter?

Die Genesung umfasst die schrittweise Heilung der Sehne, frühe kontrollierte Bewegung und einen progressiven Kraftaufbau, um die normale Schulterfunktion wiederherzustellen.

Die Schmerzlinderung beginnt oft innerhalb der ersten Wochen, aber die vollständige Genesung hängt davon ab, dass die Sehne ausreichend Zeit zum Heilen hat und ein strukturiertes Rehabilitationsprogramm eingehalten wird.

 

Wie lange dauert die Heilung?

  • Erste 1–2 Wochen: Schmerzen und Schwellung nehmen allmählich ab
  • Erste 4–6 Wochen: Die Schulterbeweglichkeit verbessert sich durch angeleitete Übungen
  • 6–12 Wochen: Die meisten Patientinnen und Patienten erleben eine deutliche Schmerzlinderung und funktionelle Verbesserung
  • Mehrere Monate: Sehnenheilung und Kraft entwickeln sich weiter

 

 

Wann können Patientinnen und Patienten zur Arbeit oder zum Sport zurückkehren?

  • Büroarbeit oder leichte Tätigkeiten: Meist innerhalb von 1–2 Wochen
  • Körperliche Arbeit oder Überkopfarbeit: Häufig erst nach mehreren Wochen bis einigen Monaten
  • Sport und körperliche Aktivität: Schrittweise Rückkehr abhängig von Kraft und Beweglichkeit
  • Belastungsintensive oder Überkopfsportarten: Rückkehr erst nach vollständiger funktioneller Erholung

 

Ist Physiotherapie nach der Operation notwendig?

Physiotherapie wird dringend empfohlen. Sie hilft, den Bewegungsumfang wiederherzustellen, Steifigkeit zu vermeiden und die Schulterkraft wieder aufzubauen. Die Therapie beginnt meist mit sanften Übungen und wird im Verlauf entsprechend der Heilung gesteigert.

 

Was sollten Patientinnen und Patienten während der Genesung vermeiden?

Während der Genesung ist es entscheidend, die heilende Sehne zu schützen, um Rückschläge zu vermeiden. Patientinnen und Patienten sollten vermeiden:

  • Plötzliches Heben oder ruckartige Bewegungen, insbesondere mit dem Arm vom Körper weg
  • Kräftige oder wiederholte Überkopfaktivitäten in der frühen Heilungsphase
  • Schweres Heben oder Krafttraining, bevor die Schulter bereit ist
  • Schmerzen zu ignorieren, da Schmerz ein Signal ist, dass heilendes Gewebe überlastet wird
  • Reha-Übungen oder Kontrolltermine auszulassen, was die Genesung verzögern kann

 

Welche Risiken und möglichen Komplikationen gibt es bei dieser Operation?

Eine Operation bei Kalkschulter hat ein geringes Komplikationsrisiko, aber mögliche Probleme können vorübergehende Schmerzen und Steifigkeit, eine verzögerte Genesung oder – seltener – Infektionen oder Sehnenprobleme sein.

Die meisten Risiken sind selten und lassen sich durch eine saubere Operationstechnik und strukturierte Rehabilitation minimieren.

Arthroskopische Eingriffe bei Kalkschulter sind mit einer niedrigen Komplikationsrate von unter 5% verbunden, wobei die meisten berichteten Probleme eher vorübergehende Steifigkeit oder anhaltende Schmerzen als strukturelle Schäden sind. (PubMed)

 

Mögliche Risiken und Komplikationen sind:

  • Postoperative Schmerzen und Schwellung, insbesondere in den ersten Tagen bis Wochen
  • Blutergüsse und lokale Druckschmerzen im Bereich der Schnittstellen
  • Vorübergehende Schultersteifigkeit, die sich meist mit Physiotherapie bessert
  • Unvollständige Schmerzlinderung, insbesondere wenn zusätzliche Schulterprobleme vorliegen
  • Verzögerte Sehnenheilung, die eine längere Rehabilitation erfordert
  • Infektion, selten, aber bei jedem operativen Eingriff möglich
  • Nervenreizung oder Taubheit, meist vorübergehend
  • Sehnenschwäche oder erneuter Riss, selten und häufig mit zu früher Belastung verbunden
  • Adhäsive Kapsulitis (Frozen Shoulder), selten, aber wahrscheinlicher ohne frühe angeleitete Bewegung

Die meisten dieser Risiken treten selten auf und sind gut behandelbar, wenn sie früh erkannt und entsprechend behandelt werden.

 

Wie hoch sind die Erfolgsraten und wie sind die langfristigen Ergebnisse der Operation?

Eine Operation bei Kalkschulter hat eine hohe Erfolgsrate, insbesondere wenn sie bei den richtigen Indikationen durchgeführt wird.

Die meisten Patientinnen und Patienten erleben eine anhaltende Schmerzlinderung und eine bessere Schulterfunktion. Die langfristige Zufriedenheit hängt eng mit einer passenden Indikationsstellung und der konsequenten Umsetzung der Rehabilitation zusammen.

 

Wie wirksam ist die Operation bei der Schmerzlinderung?

Die meisten Patientinnen und Patienten berichten über deutliche oder vollständige Schmerzlinderung innerhalb von Monaten. Nachtschmerzen und bewegungsabhängige Beschwerden bessern sich meist zuerst. Funktionelle Verbesserungen setzen sich fort, wenn Kraft und Beweglichkeit zurückkehren.

Nach arthroskopischer Entfernung von Kalkablagerungen berichten 80–95% der Patientinnen und Patienten über eine deutliche Schmerzlinderung und funktionelle Verbesserung innerhalb des ersten Jahres nach der Operation. (PubMed)

 

Kommen Kalkablagerungen nach der Entfernung wieder zurück?

Ein Wiederauftreten ist selten. Wenn die Ablagerung entfernt ist und die Sehne heilt, klingt der zugrunde liegende Prozess meist ab. Eine gute Schulterbeweglichkeit und das Berücksichtigen möglicher Einflussfaktoren reduzieren das Risiko zukünftiger Probleme.

Nach operativer Entfernung ist ein Wiederauftreten selten, mit berichteten Raten von unter 10%, insbesondere wenn Sehnenheilung und postoperative Rehabilitation konsequent abgeschlossen werden. (PubMed)